Angsterkrankungen bei Männern
Shownotes
Über Angst zu sprechen, fällt Männern oft noch schwerer als Frauen. Dabei leiden Millionen von Männern an Angsterkrankungen, viele davon allein und ohne Hilfe. Warum schweigen so viele? Wie tarnt sich Angst hinter Gereiztheit, Rückzug oder Dauerstress? Und was braucht es, damit Männer ihr Schweigen brechen? Ein offenes Gespräch über Männlichkeitsbilder, den ersten Schritt zur Hilfe – und warum Hilfe holen kein Versagen ist, sondern Mut.
Gast (Experte): Alexander Tiesenhausen, Psychologe und Coach Gast (Betroffener): Lukas Spenger Moderation: Maria Stradner Podcast: Keine Angst vor der Angst – sponsored by LASEA
In dieser Folge sprechen wir über:
• Warum das Wort „Angst“ Männern oft schwerer über die Lippen kommt • Lukas’ Weg: wie sich seine Angst zuerst wie ein grippaler Infekt anfühlte – und in Panikattacken kippte • Ein offenes Elternhaus als Rückhalt – und warum das leider die Ausnahme ist • Warum Angststörungen bei Frauen häufiger diagnostiziert werden – und was wirklich dahintersteckt • Wie sich Angst bei Männern „tarnt“: Gereiztheit, Aggression, Rückzug, Alkohol, Überarbeitung • Das Bild des „starken Mannes“ – und welche Glaubenssätze Männer am Hilfesuchen hindern • Leidensdruck und Umfeld: die zwei häufigsten Auslöser, doch Hilfe zu holen • Der logisch-kognitive Zugang: Biofeedback und körperliche Werte „schwarz auf weiß“ • Sozialisation: welche Gefühle Buben und Mädchen schon früh „erlaubt“ sind • Mentale Gesundheit als Trend – Chancen und Schattenseiten zwischen TikTok-Selbstdiagnose und echter Erkrankung • 40 plus und Hasskommentare: wer mit dem Thema kaum erreichbar bleibt • Freiwilligkeit als Basis jeder Therapie – warum man niemanden zwingen kann • Reframing: Um Hilfe bitten ist nichts Schwaches, sondern etwas Mutiges
Zum Mitnehmen:
• Bei Männern zeigt sich Angst oft über den Körper oder über Erschöpfung, Gereiztheit und Konzentrationsprobleme – das eigentliche Thema liegt häufig jahrelang darunter. • Männer haben nicht seltener Angst – sie suchen seltener Hilfe, und gängige diagnostische Werkzeuge erfassen „untypische“ Symptome schlechter. • Ein logisch-kognitiver, datenbasierter Zugang (z. B. Biofeedback) kann den Einstieg erleichtern – viele Männer können mit Mess- und Steuerbarem mehr anfangen als mit dem reinen Über-Gefühle-Sprechen. • Man kann niemanden in eine Therapie zwingen – echte Veränderung braucht Freiwilligkeit. Hilfreich ist Präsenz statt Druck: „Ich bin da, ich höre dir zu, ich nehme dich ernst.“ • Vorbilder, die offen über ihre Geschichte sprechen, senken die Hürde für andere. Aus dem Gespräch: „Um Hilfe zu fragen ist nichts Schwaches, sondern etwas mega Mutiges.“ „Nicht jede Träne ist gleich eine Depression.“ – Lucas über die Schattenseite der Trend-Debatte „Männliche Freundschaften sind oft so, dass man gemeinsam etwas tut – aber man sitzt sich nicht gegenüber und spricht über Gefühle.“
Links & Ressourcen:
• LASEA: https://www.schwabe.at/lasea/ • Psychotherapeut:innen-Suche Österreich: www.psychotherapie.at • Telefonseelsorge Österreich: 142 (kostenlos, rund um die Uhr) • Männernotruf: https://maennernotruf.at/ • Alexander Tiesenhausen: https://www.psycho.or.at/ und [https://www.tiktok.com/@diepraxis_graz] (https://www.tiktok.com/@diepraxis_graz))
Transkript anzeigen
00:00:00: Ich bemerke schon, dass Männer häufiger in einem logischen kognitiven Zugang bevorzugen und auch viel mit Daten gerne machen.
00:00:10: Deswegen bieten wir zum Beispiel auch Biofeedback an wo man körperliche Parameter messbar macht und dann sieht man das schwarz auf weiß.
00:00:17: okay welche Gedanken haben welche Auswirkungen auf meine Stresslevel zb?
00:00:21: damit können Männer immer ganz viel anfangen.
00:00:24: Also ich habe jahrelang mich schon mit diesem Thema selbst wert beschäftigt.
00:00:27: Ich bin aber nie auf eine Lösung oder auf einen grünen Zweig gekommen und wollte immer wissen, wie bekomme ich eine gesunde Selbstwertung?
00:00:32: Und ich hab es nie wirklich für mich herausgefunden!
00:00:35: Das war dann der Zeitpunkt, wo ich gesagt habe so nach den Worten eines ehemaligen durchaus berühmten Politikers Kostas was es wolle, habe ich in Therapie investiert und dadurch dann wirklich komplett intrinsisch gemerkt okay ich will jetzt das wirklich wüsste ich will mich jetzt reparieren, ich will mir jetzt heilen.
00:00:53: Herzlich willkommen bei Keine Angst vor der Angst, dem Podcast-Sponsor bei La SEA.
00:00:59: Ich bin Maria Stradner.
00:01:00: Schön, dass ihr wieder dabei seid!
00:01:02: Angst?
00:01:03: Dieses Wort kommt Männern oft noch schwerer über die Lieben als Frauen – da beleiden Millionen von Männern an Angsterkrankungen.
00:01:10: Viele davon alleine und ohne Hilfe... Warum ist das so?
00:01:13: Und was brauchen Männer, um ihr Schweigen zu brechen.
00:01:16: Genau das besprechen wir heute!
00:01:18: Ich habe heute zwei Gäste.
00:01:20: Alexander Thiesenhausen isst Psychologe und Coach und er arbeitet seit Jahren mit Männern die von Angst der Krankungen betroffen sind.
00:01:27: Hallo und schön dass du da bist Alexander.
00:01:28: Hallo Danke für die Einladung.
00:01:30: Und Lukas Spänger hat selbst erlebt, was es bedeutet als Mann mit Angst zu kämpfen.
00:01:35: Er war schon einmal bei uns und ich freue mich Lukas, dass Du heute wieder hier bist
00:01:38: hallo.
00:01:39: Freu mich auch sehr.
00:01:39: danke Dir
00:01:41: Lukas, ich möchte mit dir anfangen damit unsere Zuhörerinnen und Zuhörer verstehen wovon wir heute eigentlich reden.
00:01:48: Wann hat sich bei dir die Angst zum ersten Mal gemeldet?
00:01:52: Wann hast du gemerkt?
00:01:53: irgendwas stimmt da nicht?
00:01:55: Ich würde sagen das Thema Angst begleitet mich schon unglaublich lange.
00:01:58: also wahrscheinlich schon wirklich als kleiner kleine Junge wo ich es noch nicht mal gescheit benennen habe können doch nicht mehr gescheite irgendwie fassen oder greifen ab können.
00:02:04: aber so richtig Mit dem Thema zu tun hatte ich dann vor drei Jahren, mittlerweile ziemlich genau drei Jahre her.
00:02:11: Also Anfang der Jahre, Frühjahr der Jahre.
00:02:13: Wo ich damals gemerkt habe, okay irgendwas tut sich da jetzt gerade und ich muss ehrlicherweise sagen, wenn ich so zurück überlege bis heute muss ich das schmunzeln.
00:02:23: die Anfänger waren nämlich eher in Richtung wie ein typischer Krippalinfekt also ich hatte irgendwie so Symptome, die ich zuerst eine Art von Krippe, Erkrankung.
00:02:35: Irgendwas in diese Richtung zugeordnet hat er bis ich gemerkt habe okay nee das ist was anderes.
00:02:39: also dieser Schnupf und dieser Host das war nur mal so ein bisschen Anfang.
00:02:43: es ist dann mehr in Richtung Kopf gegangen mehr in richtung ja erscheinungen wie im weiteren Verlauf den Panikattacken und dergleichen.
00:02:51: also es war doch deutlich mehr inrichtung psychosomatik und Ja es hat so im Prinzip diesen Anfang genommen von dieser Angsterkrankung.
00:03:01: dann damals wo ich daneben gemerkt hab, da sollt jetzt noch genauer hinschauen und nicht einfach nur okay ja vielleicht irgendwie Schmerzmittel nehmen und das war's.
00:03:11: Wie lange hat es bei dir gedauert bis du gemerkt hast ok dass kann mir jetzt nicht mehr verdrängen oder ich muss mich dem jetzt wirklich stellen?
00:03:19: Was ich mich jetzt noch so recht gut erinnern kann war es damals relativ flott mir klar ok das ist eben was anderes dann als typische krippale Infekt oder sonstwas.
00:03:28: also etwas ganz was anderes und ich würde sagen es hat sich innerhalb von Ein, zwei, maximal drei Wochen abgespielt werden überhaupt.
00:03:35: Auch so dieser Zeitraum wo man dann ja sagt, wenn ich das jetzt richtig im Kopf hab... Wenn man so nach zwei Wochen generell merkt okay alles ist irgendwie viel schwerer, man hat irgendwie mehr Ängste es ist alles irgendwie bedrückender.
00:03:47: und zweiter wenn solche Symptomen also in diese Richtung dauerhaft präsent sind, dann sagt man Okay das sollte man fast hin schon, du könntest vielleicht sogar in Richtung einer Depression oder aus der gleichen Gegner.
00:03:58: So war es dann auch im Prinzip.
00:03:59: Es hat wie bei vielen anderen, auch oder wie man viel noch redet dazu mit dem Hausarzt angefangen der dann relativ flott gesagt hat okay da werden wir wahrscheinlich sogar Medikamente brauchen in die Richtung.
00:04:14: Wie hat der Umfeld darauf reagiert?
00:04:17: Hast du dich schneller mal offenbart deinem Umfeld oder hast eher das mit dir selbst irgendwie ausgemacht?
00:04:23: Ich muss sagen, ich war da immer wahnsinnig schnell eigentlich beim Umfeld.
00:04:26: Und vom Umfeld rede ich da jetzt vor allem von meinen Eltern und in weiterer Folge dann aber auch von meinen Großeltern die am ersten noch mit meiner Mutter weil sie Selbstfahr belastet waren mit ähnlichen Erkrankungen und relativ immer schon offen war und relativ schnell auch das erkannt hat bei mir voraus.
00:04:46: Das geht in eine Richtung, die uns nicht gefällt sozusagen und dadurch relativ flott ihnen anvertraut.
00:04:51: Und dann kann man sich das so vorstellen wie wenn einer Rettungskette in Gang gesetzt werden würde.
00:04:55: So wenn jemand zum Beispiel im Maße ertrinkt wird auch in der Rettungs-Kette in gang gesetzt und so ähnlich war es dann noch bei mir.
00:05:01: Da ist dann gesagt wann ich am besten das und das machen und ich habe dann auch relativ flot reagiert.
00:05:04: genau Also so.
00:05:05: dieses unmittelbare Umfeld war sehr, sehr schnell involviert.
00:05:08: Ein sehr offenes Umfeld?
00:05:10: Nichts von dem wo man sagt quasi ein Mann muss runter schlucken und der Indianer kennt keinen Schmerz sondern eher...
00:05:16: Nee da muss ich mich wirklich sagen Gott sei Dank kann ich mich nicht mit diesem typischen Klischee identifizieren War noch nie wirklich der Fall und umso weniger mittlerweile.
00:05:25: also spätestens seit ich dann diverse Therapien durchgemacht habe stehe ich voller Impfung stolz dar und kann sagen dem ist nichts so wie du sagst.
00:05:32: das ist mein Umfeld Damals, vielleicht kleiner Fun-Fact bei mir oder heim, speziell von meiner Mutter immer so nicht viele Regeln gegeben haben aber so ein paar Regeln gegeben und die eine war also wir können Piercings haben.
00:05:44: Wir können zu Rauch anfangen völlig egal.
00:05:46: wenn man Rauchen anfangen dann lieber vor ihr damit sie das gemeinsam klein machen können uns austesten können Finger weg von den Drogen Und wenn es nicht ungewollt schwanger werden wollte, dann verhötet.
00:05:54: Das war so diese Basics daheim irgendwie und alles andere war sehr offen, sehr liberal.
00:05:58: Man hat sofort darüber geredet.
00:05:59: das war meine Mutter lieber auch aus ihrer eigenen Erfahrung von damals.
00:06:03: lieber dass wir da gleich oft miteinander umgehen bevor es eigentlich hindrucks passiert.
00:06:06: Ich mein natürlich mit der Peergroup.
00:06:07: das ist dann was anderes normal eigenes schönes wichtiges Umfeld.
00:06:11: aber nachdem meiner Mutter selbst das von daheima ein bisschen mitbekommen hat mit dem auch Angstzuständen mit dem was kann ich erzählen oder ein bisschen Druck von dahin bekommen war sehr wichtig das anders bei ihren Kindern zu machen.
00:06:22: Alexander ist das.
00:06:24: Das typische Beispiel von einem Mann, der erzählt wie es umfällt damit umgeht oder eher genau gar
00:06:30: nicht?
00:06:31: Leider viel zu selten würde ich sagen.
00:06:33: also... Ich habe schon das Gefühl dass wir uns in die Richtung entwickeln, dass es auch immer mehr Männer gibt, die über solche Themen sprechen und sich dafür interessieren oder öffnen können.
00:06:43: aber da sind wir noch weit weg vom gesunden Umgang generell.
00:06:46: glaube
00:06:48: Wie erlebst du das sonst, wenn deine Klientinnen und Klienten zu dir kommen?
00:06:52: Also jetzt in dem Fall die männlichen.
00:06:54: Wenn sie dir davon berichten ist es ein großer Hemmschwelle.
00:06:57: Ja also prinzipiell kommen viel mehr Frauen zu mir als Männer.
00:07:02: darüber sprechen wir dann wahrscheinlich je noch Und ich habe den Eindruck dass da die Hemmschwelle für Männer viel viel größer ist und Sie kommen auch nicht so offen mit Ich hab Ängste sondern das äußert sich oft irgendwie anders über den Körper, so wie es bei dir Lukas auch begonnen hat.
00:07:21: Oder sie sagen ich fühle mich so erschöpft, ich hab's gefühlt ich funktioniere irgendwie nicht mehr oder Ich bin gereizt kann mich nicht konzentrieren.
00:07:29: und wenn wir dann irgendwie auf Ursachenforschung gehen Dann stellt sich oft heraus dass Sie das seit Jahren eigentlich mit sich tragen und nie drüber gesprochen haben weil sie anscheinend auch gelernt haben.
00:07:41: ja ich muss allein mit solchen Dingen zurechtkommen mit solchen Themen und ich möchte nicht schwach sein.
00:07:47: Und sich Hilfe zu suchen wirkt dann oft wie ein Versagen, deswegen ist die Hemmschwelle für viele Männer glaube ich besonders groß.
00:07:55: Also der Stress ist sozusagen nur das Symptom nach außen und da liegt ganz viel drunter?
00:08:00: Genau ja.
00:08:01: also man sieht die Symptome oder die Folgen der Angst zuerst und kommt dann oft erst in eine Therapie dahinter.
00:08:08: was da so unterhalb dieser Symptomen liegt sozusagen
00:08:13: Du hast es ja schon angesprochen.
00:08:14: Studien zeigen auch, dass Angst der Krankungen bei Frauen häufiger diagnostiziert werden als beim Männern.
00:08:21: heißt es generell das Männer?
00:08:22: also ich beantworte die Frage dann gleich selbst nein.
00:08:25: Männer haben wahrscheinlich nicht seltener Angst aber was steckt da dahinter?
00:08:30: Ist es Sozialisation oder was ein anderer Umgang damit?
00:08:34: Ja viele Faktoren würde ich sagen.
00:08:36: Es stimmt Frauen wären weltweit viel häufiger diagnosticiert mit Angststeuerungen.
00:08:43: Das hat mehrere Gründe.
00:08:44: Ich glaube schon, dass Frauen prinzipiell sensibler sind für Gefahren in ihrem Umfeld als Männer einfach auch aus evolutionären Gründen.
00:08:54: aber es ist auch so das wie ich gesagt habe bei Männern äußert sich anders und unterschiedlich und viele diagnostische Tools und Tests testen halt auf die typischen Symptome Sorgen und darüber sprechen eben über die Gefühle und Ängste und da glaube vieles bei Männern nicht so schnell erkannt wird.
00:09:14: Und natürlich der Faktor, dass viele weniger Männer überhaupt sich Hilfe suchen also überhaupt dazu kommen eine Diagnostik zu machen zum Beispiel und dadurch werden die Zahlen noch ein bisschen extremer.
00:09:27: Das wäre leider das nächste Punkt gewesen.
00:09:29: Männer machen angeblich seltener eine Therapie.
00:09:32: woran liegt das?
00:09:34: Ich glaube es liegt einerseits einfach an Interesse.
00:09:39: generell haben Männer mehr Interesse an anderen Dingen als an Gefühlen und zwischenmenschlichen Beziehungen sozusagen.
00:09:47: Man darf dann natürlich nicht alle Männer über einen Kamm scheren, aber das ist schon eine Differenz zwischen Männern und Frauen, dass Männer sich eher für Dinge interessieren und Frauen eher für Menschen- und Beziehung, aber natürlich überschneiden sich diese Dinge.
00:10:01: Es gibt sowohl so oder so... Aber ich glaube es hat etwas mit dem Männlichkeitsbild auch zu tun.
00:10:07: was immer noch vorherrschtes Starksein Ich darf keine Ängste zeigen oder mich nicht verletzlich zeigen und ich muss alles alleine schaffen.
00:10:16: Das sind so Glaubenssätze, die viele Männer in sich tragen und die sie daran hindern irgendwie, sich Hilfe zu
00:10:22: suchen.".
00:10:23: Und was ist dann der ausschlaggebende Punkt?
00:10:26: Warum Sie dann – oder den Ausschlaggebenden Faktor – warum Sie dann kommen?
00:10:30: Ist der Leidensdruck dann so hoch dass es gar nicht mehr geht?
00:10:33: oder ist das die Partnerin, die dann sagt bitte geh!
00:10:36: Ja, das sind eigentlich die zwei häufigsten.
00:10:38: Genau!
00:10:39: Also einerseits ein großer Leidensdruck und der muss beim Männern wirklich eine ganz, ganz hohe Schwelle irgendwo überwinden, dass sie sich Hilfe suchen.
00:10:48: oft... Und oft ist es das Umfeld ja was sagt du?
00:10:51: so kannst nicht weitergehen.
00:10:53: und die Bewältigungsstrategien die Männer wählen, die sind oft auch fürs Umfeld belastend und da sagt wirklich auf des Umfeld zuerst du so kann es nicht weiter gehen Bitte such der Hilfe.
00:11:04: Und es ist auch wirklich häufig so, dass Partnerin Frau Mutter anruft und mal ein wenig am Termin fragt.
00:11:13: Wirklich?
00:11:13: Ja.
00:11:14: Okay!
00:11:14: Und dann ist aber der Betroffene trotzdem auch bereit, dass er kommt...
00:11:19: Meistens.
00:11:19: Ja, es passiert schon.
00:11:20: auch das der dann nicht auftauchten ist auch schon mal vorgekommen.
00:11:24: Deswegen sage ich dann oft ja kann Ich mit ihm persönlich sprechen oder soll mich persönlich anrufen weil Dann irgendwie die verpflichtung höher ist auch wirklich zu kommen.
00:11:33: aber ja Es ist wirklich so dass auf des umfeldt dann auch dazu nochmal drängt oder irgendwie fast schon das messer ansetzt suche die helfe So tragen wir das nicht mehr mit.
00:11:46: Was passiert jetzt im Körper und im Kopf von Männern, wenn Sie jetzt Gefühle wie die Angst?
00:11:53: Du hast gesagt, Männer und Frauen gehen anders damit um.
00:11:55: Aber wenn sie das jetzt angstdauerhaft unterdrücken oder ignorieren... Wie können die Ventile, du hast es kurz schon angesprochen, wie können die ausschauen?
00:12:06: Ja, Gefühlen verschwinden ja nicht nur, weil wir sie unterdrücken oder wegdrücken Und viele Männer wählen dann andere Bewältigungsstrategien Also rund um die Uhr arbeiten, sich ständig ablenken.
00:12:19: Bei vielen äußert es sich dann in dieser Gereizzeit.
00:12:22: Aggressivität und Wut ist eine Emotion, die können Männer oft besser zeigen als jetzt Angst oder Traurigkeit.
00:12:31: Und dann äußern sie sich auf diese Art und Weise und viele greifen dann auch leider zu Alkohol- oder anderen Substanzen, um sich zu beruhigen und abzulenken.
00:12:41: Lukas, hast du irgendwelche dieser Bewältigungsstrategien für dich genutzt?
00:12:46: Oder war das für dich klar nachdem du so offen das nach außen kommuniziert hast dass du das gar nicht benötigst?
00:12:52: Ich muss ehrlich sagen also was zum Beispiel das Thema Alkohol betrifft.
00:12:55: War überhaupt ein Niederfall bei mir.
00:12:57: ich würde sogar jetzt mittlerweile behaupten ist bin ich achtundzwanzig Dass ich vor einigen Jahren noch mehr und dann für das Zeichen getrunken habe einfach in einer Zeit wo ich viel unterwegs war auf Art gegangen bin also typische Jugendphase sozusagen Mittlerweile kaum noch eigentlich.
00:13:10: also das war nie überhaupt nie eine Bewältigungstrategie von mir, Substanzen wie ich sage jetzt mal diese typischen Alltagsdrohungen.
00:13:17: also sei es jetzt ein Schokolade oder aber auch die Zigarette die gibt's schon.
00:13:21: Alles andere ist so dass sich... Ich kenne so Passiv-Aggressivität so von mir selbst auch und gereizte das kenn'n ich schon noch.
00:13:28: Das war mitunter auch Grund warum's teilweise dann auch was bei mir dann oft Veränderungen ausgelöst hat, wo ich dann gemerkt habe okay ganz starkes Wahnsinnal.
00:13:35: Ansonsten aber wie du sagst also ich kann mich noch erinnern speziell die Schulzeit war für mich ja sehr durchwachsende Zeit teilweise also wirklich mit Höhen und Tiefen und meine Mutter war damals schon in einer Psychotherapie also Verhaltenstherapie hab ich zu dem Zeitpunkt auch noch nicht gewusst dass das eine Psychotherapies.
00:13:52: es war einfach ... hat's Gesprächstherapien genannt ein ganz geläufiger Begriff sozusagen und hat dann gemeint Das könnte ich auch mal hinschauen, wenn es mich interessiert.
00:14:02: Und so war dann der Anfang meiner Psychotherapie damals.
00:14:04: Ich habe erst im Laufe der Jahre selbst erkannt was das überhaupt ist und was ich da mache.
00:14:10: Also ich bin jetzt nicht reingestoßen worden aber es hat einfach gut getan ohne groß Begrifflichkeiten zu kennen.
00:14:15: Und speziell dann damals wo meine Angsterkrankung dann so richtig diagnostiziert werden ist und begonnen hat sozusagen wo das ganze mit der Depression war weil ich dann selbst innerhalb Jahre lang mich schon mit diesem Thema Selbstwert beschäftigt gab.
00:14:27: Ich bin aber nie auf eine Lösung oder auf einen grünen Zweig gekommen und wollte immer wissen, wie bekomme ich eine gesunde Selbstwerte?
00:14:33: Und ich habe es nie wirklich für mich herausgefunden!
00:14:35: Und das war dann der Zeitpunkt, wo ich gesagt hab so nach den Worten eines ehemaligen durchaus berühmten Politikers Kostes was es wolle, habe ich in Therapie investiert sowohl finanziell als auch Energie reininvestiert.
00:14:49: komplett intrinsisch gemerkt, okay ich will jetzt das wirklich wissen.
00:14:53: Ich will mich jetzt reparieren, ich will mich heilen und habe mich durch alles mögliche durchgegoogelt sämtliche Webseiten, durch gecheckt sämtsliche Therapiemöglichkeiten von abendszeit also so dass die Verhaltenstherapie für mich der Anfang war.
00:15:07: Also das eher oberflächlichen und ich immer weitergraben wollte.
00:15:10: Also das hat mich selbst überrascht, wie ich da dann so zu hundertzwanzig Prozent habe aufgehen können in dem Ganzen.
00:15:17: Aber war es denn so dass dir diese rationale Beschäftigung mit dem Thema auch wirklich geholfen hat?
00:15:23: Weil du kennst ja auch Beispiele aus meinem Freundeskreis die gesagt haben sie müssen sich auf einer sehr rationalen Ebene mit den Themen auseinandergesetzt und gleichzeitig haben Sie gemerkt, dass sie das nicht weiterbracht hat.
00:15:34: Es ist eine wirklich sehr gute Frage weil das oft bei mir immer noch ein bisschen Punkt ist mit dem ich harderer sozusagen weil ich doch dazu tendiere, relativ schnell verkauft an Dinge heranzugehen.
00:15:44: Ich habe versucht, das möglichst breites Therapiespektrum abzubilden und es war eines von Reden bis hin zu Energietik, bis hin zur Karten legen, weil es einfach aus Interesse immer dachte... Schauen wir mal, was ich da für Inputs bekomme.
00:15:56: Mehr als nicht helfen kann es ja nicht!
00:15:58: Also das war auch auf dieser energetischen und körperlichen Ebene ganz schon viel wo sich auch extrem viele gezeigt hat.
00:16:03: also ihr habt in dem Fall wirklich mal Fokus darauf möglichst ganzheitlich das ganze anzugehen weil ich wusste ob sonst noch die halbe Miete
00:16:11: sind.
00:16:12: Alexander wie kennst du dass aus deiner Praxis musst du?
00:16:16: Die Frage taucht jetzt für mich auf aus dem, was der Lukas gesagt hat.
00:16:19: Muss man mit Frauen in der Arabie anders sprechen als mit Männern?
00:16:23: Der Lukas hat das gerade erwähnt.
00:16:25: mit diesem sehr rationalen Zugang ist es generell so dass man auf einer anderen Ebene beginnt mit einem männlichen Tienten und einem weiblichen Tiantin?
00:16:36: Generell würde ich nicht sagen aber ich bemerke schon, dass Männer häufiger im einen logischen kognitiven Zugang, Bevorzugung und auch viel mit Daten gerne machen.
00:16:48: Deswegen bieten wir zum Beispiel auch Biofeedback an wo man körperliche Parameter messbar macht und dann sieht man das schwarz auf weiß okay welche Gedanken haben welche Auswirkungen auf meine Stresslevel zb?
00:17:00: damit können Männer mal ganz viel anfangen weil das dann das können sie beeinflussen und steuern und nur zu drüber sprechen tun sich viele wirklich anfangs vor allem schwerer.
00:17:10: also Sie wachsen dann schon noch oft rein.
00:17:13: Aber dieses Sich gegen Übersitzen und über Gefühle sprechen, das ist für Männer irgendwie so was ganz Komisches oft oder was sie nie irgendwie mitbekommen haben.
00:17:22: Weil männliche Freundschaften sind ja auch meistens so dass man etwas tut.
00:17:26: Sie hat immer eine Aktivität, eine gemeinsame, aber man sitzt sich nicht gegenüber und spricht über Gefülle.
00:17:32: Das ist für Frauen oft natürliche oder die tun sich da leichter.
00:17:35: Spanend!
00:17:36: Was aus der Sozialisation ja auch schon von der wahrscheinlich Familie anfängt?
00:17:42: Vielleicht mit Buben anders umgeht als mit Mädchen einfach, wenn
00:17:46: es um die Themengefühle
00:17:47: geht.
00:17:47: Genau das fängt schon ganz ganz früh an dass man auch Buben ja vorlebt oder beibringt.
00:17:52: welche Gefühle sind für Buben in Ordnung und erlaubt und welche für Mädchen?
00:17:58: Und natürlich über die Jahre lernen Kinder das schon sehr genau und dementsprechend haben dann manche einen schwierigeren Zugang zu den Einen gefüllen wie Traurigkeit oder auch Angst.
00:18:10: Mädchen haben eher einen schweren Zugang zu Wut und Aggression.
00:18:14: Die aber auch ganz wichtig ist in vielen Lebensbereichen, dass ich auch mal mich wehren kann.
00:18:19: Und siehst du deine Entwicklung?
00:18:21: Du hast vorher schon angesprochen, dass du den Eindruck hast das jetzt Männer sich schon stärker anfangen mit Therapie und all diesen Mentalweggesundheit diesen Themen auseinanderzusetzen.
00:18:32: Gabst du das auch in der Erziehung und wie wir damit umgehen mit dem Geschlecht dann sich da etwas tut?
00:18:38: Ja, ich sehe da schon eine sehr positive Entwicklung.
00:18:42: Es ist auch so dass wenn ich mit Jugendlichen arbeite die finden es fast schon cool und das sie dann erzählen dann auch ihren Freunden.
00:18:49: Ich gehe zum Psychologen oder ich gehe in Therapie.
00:18:51: Das ist fast schon wieder als andere extrem so, was sich damit angeht.
00:18:57: aber so ist es bei den ganz jüngeren Teenagern würde ich sagen und dementsprechend ist es immer lockerer.
00:19:04: Themen wie Angst oder mentale Gesundheit werden ja jetzt in der Öffentlichkeit auch viel, viel breiter besprochen.
00:19:10: Und da gibt es viel mehr Podcasts, Zeitungsartikel, Radio und das sind ganz viele darauf aufgesprungen und aufmerksam geworden, wie wichtig das ist und ich finde, dass ist eine Superentwicklung!
00:19:20: Wie siehst du das so, Kass?
00:19:21: Also wenn du jetzt in deinem Freundeskreis über die Themen sprichst, die dich beschäftigen.
00:19:27: Also erste Frage sprichest du darüber?
00:19:28: und zweite
00:19:29: Frage wie ist so die Rückmeldung?
00:19:32: Gibt es da mehr Offenheit?
00:19:33: Ja also ich würde auch sagen Es wird zum Teil eben mal geht's auch schon in dieses Extrem rein mit fast zu viel Trend dahinter und zu viel viral dass dadurch dann auch wieder die Leute die ernst auf der krank sind ein bisschen abgewertet und anfangs Zeichen werden, weil einfach jeder auf einmal glaubt er hat diese eine Krankheit.
00:19:51: Und oft ist das nicht.
00:19:52: aber um auf die Frage eigentlich zu kommen ich liebe es darüber zu sprechen.
00:19:55: Ich habe nur mittlerweile gerade am Anfang habe ich extrem viel und extrem offen darüber gesprochen was mir dann selbst oft schon ein bisschen so Nicht dass zuviel geworden ist aber ich hatte speziell am Anfang einen extremen Mitteilungsbedarf der sich jetzt so ein bisschen reduziert hat, sage ich jetzt mal wo auch mittlerweile viele Menschen einfach auch in meinem Umfeld wissen okay.
00:20:13: Ich hatte damit schon einmal was zu tun.
00:20:15: das heißt es verlagert sich dann vielleicht eh ins Privat und ist nicht bei dass ich viel irgendwie drüber poste und da gerade groß im Beruf drüber erzähle oder sonst wie möchte aber trotzdem extrem offen mit diesem Thema umgehen und ebenso immer im Umfeld kriege ich's eben auch extrem stark mit.
00:20:28: also einerseits dieses thema mit grundsätzlich.
00:20:32: Viele von meinen Freunden sind in Therapie, sind genregelmäßig in Therapien.
00:20:36: Um dran zu bleiben um vielleicht gewisse Trigger, um gewisse Probleme und gewisse Ängste zu lösen.
00:20:41: Aber im anderen Seite sehe ich auch dieses Problem das wachsen kann speziell durch soziale Medien.
00:20:46: Ich habe irgendwann nochmal einen Satz für mich formuliert den ich jetzt nicht mehr so ganz im Kopf hab.
00:20:50: aber quasi nicht jeder Trainer ist gleich eine Depression so nach dem Motto Also... Und nicht jeder Depression ist automatisch gleich nur eine Trainer oder sonst was.
00:20:57: Das zeigt sicher ganz verschieden.
00:21:00: Wie soll ich sagen, das ist ja schmaler gerade jetzt so zu formulieren weil mich glaubt es manchmal zu sehr enttrennt oder zu sehr viral.
00:21:06: Das Ganze aufbereitet wird und dadurch manche Menschen vielleicht Gott sei Dank gar nicht so sehr erkrankt sind wie sie vielleicht glauben dass aber vielleicht ihre Informationen hauptsächlich aus dem digitalen Raum kommen und dabei dann nicht von Experten und Expertinnen und dass diejenigen die aber ernsthaft erkrankts sind dadurch vielleicht ein bisschen in den Schatten gestellt werden.
00:21:26: Das sehe ich durchaus auch kritisch.
00:21:28: Aber ansonsten ist das Thema definitiv im Vergleich von vor zehn Jahren, es gibt keinen Vergleich.
00:21:34: Also wie du schon gesagt hast Alex, das ist heutzutage ganz anders präsent Gott sei Dank.
00:21:40: Aber Alexander, du würdest mich deine Meinung noch sehr stark interessieren weil Du bist Experte und Du bist zugleich aber auch auf den sozialen Medien unterwegs.
00:21:48: Wie nimmst Du das wahr?
00:21:50: Ist es so dass es dann in des eine oder andere extrem überschwappt.
00:21:55: Was ich kritisch sehe, ist das, was der Lukas angesprochen hat.
00:21:58: Das therapeutische Begriffe-Einzug in die Alltagssprache nehmen und dann ist jeder getriggert.
00:22:06: Und wie bezeichnen wir denn jemanden, der wirklich im klinischen medizinischen Sinne getriggerd ist?
00:22:11: Wie soll man es dann nennen wenn im Alltag schon jeder getrickert ist zum Beispiel oder wie viele Menschen anscheinend eine nazistische Persönlichkeitsstörung haben?
00:22:21: Anscheinend auch jeder Zweite derzeit!
00:22:23: Und jeder hat ARHS, weil ich kann mich schwer konzentrieren.
00:22:27: Also wie viele Menschen bei mir anrufen und ARHS abklären möchten?
00:22:31: Weil sie haben jetzt ein TikTok-Video oder Instagram Video gesehen und alle Symptome treffen wir auf Sie zu.
00:22:39: Alle fünf.
00:22:39: Titel genau so.
00:22:40: Ja,
00:22:40: alle fünf Symptomen!
00:22:44: Das finde ich auch kritisch, weil wenn jemand wirklich was Krankheitswertiges hat dann haben wir keine Begriffe mehr dafür.
00:22:52: Das ist eine sehr spannende Entwicklung finde ich.
00:22:56: Aber das heißt, es wird ja wahrscheinlich auch eine Altersfrage sein oder denkbar?
00:23:00: Wahrscheinlich junge Menschen werden jetzt eher die mit digitalen Medien stärker befasst sind.
00:23:04: Die werden da wahrscheinlich schon mehr Offenheit und vielleicht eben ein dieses Extrem dendieren wenn sie Männer sehen sagen wir mal ab vierzig und älter.
00:23:12: Da ist wahrscheinlich noch ganz andere Hemmschwelle um mit diesen Themen umzugehen.
00:23:17: oder wie siehst du das?
00:23:18: Ja, die sind auch auf Social Media mit den Themen schwer erreichbar.
00:23:22: Also ... sie sehen meine Beiträge auch kaum.
00:23:26: und wenn irgendwann mal so Hasskommandare kommen oder Abwertende dann kommt das von einer männlichen Viziblus-Richtung, die mit dem Thema medialer Gesundheit einfach nie was zu dunkel haben oder eben aufgewachsen sind, mit dem du musst dich immer zusammenreißen und sei kein Weichei.
00:23:45: Und die kommen dann mit der Einstellung, ja.
00:23:47: Die jungen Generation hält nichts aus also da kommt ganz viel Verurteilung.
00:23:52: leider muss man sagen.
00:23:53: aber insgesamt wie der Lukas auch sagt ist der Trend Richtung Aufklärung.
00:23:59: Offenheit.
00:24:00: drüber sprechen.
00:24:01: viele Menschen haben verstanden drüber sprechen hilft und das ist doch schön.
00:24:07: kurze Frage noch am Schluss wenn du jetzt jemanden begegnen würdest er eben Genauso ein Mann, der dir so einen Hasskommentar schreibt und du merkst ja eigentlich mir ist er in Therapie.
00:24:19: Wie würdest du den Menschen begegnen?
00:24:21: Und ihnen überzeugen dass sie sich das anschauen sollen?
00:24:24: Privat oder professionell?
00:24:26: Vielleicht
00:24:28: beides!
00:24:29: Ja schwierig.
00:24:31: man muss auch sagen und das ist für viele Angehörige glaube ich ein ganz schwieriges Thema.
00:24:36: Man kann niemandem zwingen.
00:24:37: also wenn jemand keine Hilfe annehmen will dann kann man sich auf den Kopf stellen, das wird nix helfen.
00:24:44: Auch eine gute Psychotherapie basiert auf Freiwilligkeit logischerweise, dass man sich dort öffnet und bereit ist hinzuschauen.
00:24:52: Und deswegen muss man auch oft akzeptieren wenn es da auf Grenzen stößt.
00:24:59: also wenn jemand absolut nicht bereit ist über Dinge zu sprechen und dafür nicht offen ist und alles mit sich selbst ausmacht kann man auch nicht viel machen.
00:25:07: Also ich lasse mich da auch nicht provozieren, wenn jemand so aggressiv und wütend ist mache immer schon oft Gedanken weil jemanden dem es wirklich gut geht der agiert ja nicht so logischerweise oder muss nicht andere Menschen abwerten.
00:25:20: wer macht das der Glückliches?
00:25:22: Niemand!
00:25:23: Und deswegen äh... Ist das schon auch immer.
00:25:27: natürlich ärgere ich mich vielleicht kurz aber andererseits habe ich auch dann so okay irgendwie ist dieser Mensch dem geht's offensichtlich nicht gut.
00:25:35: Meistens auch wenn man empathisch antwortet, es kommt dann noch nichts mehr.
00:25:40: Deswegen im digitalen Raum habe ich da aufgehört irgendwie zu versuchen, zu überzeugen oder zu überreden.
00:25:46: Das bringt alles nix.
00:25:47: in den digitalen raum findet kein Dialog statt und deswegen Privat ist das was anderes.
00:25:54: Da kann man offen zuhören niemanden zwingend zum sprechen Weil es löst Druck aus und noch mehr Aggression und Rückzug sondern einfach sagen hey Ich bin da Ich höre dir zu, ich nehme nicht ernst was ist los?
00:26:07: und vielleicht nicht im Sinne von willst du darüber sprechen sondern du schaust heute irgendwie angespannt aus.
00:26:13: So ist oft ein lockerer Zugang auf die Männer wieder über das Körperliche.
00:26:19: Und wenn jetzt jemand wirklich Angst hat als schwach zu gelten weil er in Therapie geht oder weil er sich öffnet wie kann man da vielleicht einen Zugang schaffen?
00:26:28: Ja, da brauchst du mal Vorbilder wie den Lukas würde ich sagen.
00:26:31: Danke!
00:26:32: Nein wirklich.
00:26:33: Paradoxerweise, wir reden darüber dass du mit Angst zu tun hast und bist für mich einer der mutigsten der drüber spricht und dem Podcast so sich öffnen kann.
00:26:42: Hat aber wie du sagst hat natürlich einen Weg gebraucht... Ja
00:26:45: war auch ein Prozess.
00:26:46: Genau
00:26:47: wo du dich immer wieder beschäftigt hast und das mit den Themen auseinandergesetzt hast.
00:26:52: Wichtig ist glaube ich mal zu verstehen, um Hilfe zu fragen nichts Schwacher es ist, sondern was mega mutiges.
00:27:00: und das ist glaube ich noch nicht bei allen angekommen aber bei vielen die sehen es mittlerweile auch so.
00:27:06: Und da kann man schon auch ein Vorbild für andere sein.
00:27:09: Man hat ja auch irgendwo eine Verantwortung und andere lernen von einem auch wie man selbst mit Themen umgeht und ich glaub der Verantwortung nachkommen ist auch ganz wichtig.
00:27:18: aber eben dieses vielleicht um... oder refräumen, wie man sagt.
00:27:22: Dass sich um Hilfe... Oder um Hilfe bitten jetzt nichts Schwaches ist sondern eher was mutiges Schlaues auch oft.
00:27:30: Also ich nehme da heute ganz viel mit weil allein dieser körperliche Aspekt den finde ich mega spannend.
00:27:35: und auch dieser logische Aspekt also dass man vielleicht wirklich anders sprechen muss mit Männern Ist extrem spannend.
00:27:44: Lukas Wie würdest du das sehen?
00:27:46: Aus deiner Erfahrung heraus?
00:27:48: Gut, du hast eine Geschichte wo du mit Psychotherapie schon früh in Berührung warst.
00:27:54: Aber wie kann man die Angst nehmen?
00:27:57: Ich muss mich da... also ich kann mich da wirklich noch in Alexander anschließen.
00:27:59: ist es wirklich dieses Thema mit.. Ich habe anfangs versucht auch meine Erfahrungen sozusagen weiterzugeben vielleicht mitunter durchaus jetzt nicht direkt aufgetränkt aber so nach dem Auto.
00:28:11: ich weiß ja was dir gut tun würde und ich möchte dir helfen und ich erkenne ja was der Indie wirkt und so, eh super gemeint für andere auf genau das Gegenteil.
00:28:19: Das habe ich teilweise dann auch erkannt und bin dann mehr zu diesem Punkt zurückgegangen mich da jetzt nicht groß aufzudrängen weil ich wusste mein Gegenüber weiß prinzipiell von meiner Geschichte oder ich hab es vielleicht mal kurz anklänen lassen wenn demso ist.
00:28:34: aber ansonsten um auf dieses Thema mit Vorbild zu kommen probiere ich dann einfach zu sagen schau bei mir war das so und so und ich finde das Reframing auch eine super Geschichte einfach zu sagen, das ist nichts Schwaches.
00:28:44: Sondern es ist genau das Gegenteil jemanden vom Gegenteils zu überzeugen weil es ist ja glaubt das kann man so sagen wenn jemand jahrelang gewisse Muster gekannt hat und nur auf diese Muster eine Reaktion kennt muss man die Person nochmal vom gegenteil überzeugen dass es da auch andere Reaktionen geben kann.
00:29:01: Wenn wir zum Beispiel jahrelang mit einem kolärischen Chef zu tun hatte und dann in eine neue Firma kommt geht man wahrscheinlich davon aus dass dieser Chef wieder so sein wird obwohl er vielleicht ganz anders ist.
00:29:09: also sprich Wenn man jahrelang nur diesen einen Frame kennt, die seine Reaktion kennt, braucht es auf dem genau diesem Prozess zu erkennen.
00:29:16: Einer steckt mehr dahinter und gibt es auch noch andere Menschen.
00:29:19: Es gibt auch noch anderen Möglichkeiten das zu sehen.
00:29:22: Dadurch verändert sich dann auch auf den Gefühlsfeld und wenn dann alles so mitzieht kann man durchaus einen neuen schönen Lebensabschnitt haben.
00:29:28: Das ist ein super Schlusswort!
00:29:30: Ich danke euch für dieses Gespräch.
00:29:32: Danke für eure Zeit, danke für eure Offenheit, die Expertise.
00:29:37: Und an euch, liebe Hörerinnen und Hörern Danke fürs Zuhören.
00:29:40: Wir hören uns demnächst wieder!
00:29:42: Tschüss.
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